Jeden Samstagmorgen ein Gedanke aus meinem Alltag, der dich für einen Moment innehalten lässt, ein leiser Wegweiser für die Reisenden, die ihre Spuren wieder lesen lernen. Worte, die nachklingen, gerade in der Zeit, in der das Alte nicht mehr trägt und das neue eigene Leben sich meldet.
Ein Heimweg jeden Samstag, dazu Briefe zu den Festen im Jahreskreis und Ankündigungen kommender Events. Jederzeit kündbar.
Ein Gedanke, der dich tiefer mit dem verbindet, was in dir gerade arbeitet.
Eine echte Begegnung aus meiner Praxis, in der du dich vielleicht selbst wiederfindest.
Eine Beobachtung aus meinem Alltag, die deinem Tag eine andere Tiefe schenkt.
Was reifen will, reift sowieso. Du musst es nur lassen.
Der Vogel hätte wegfliegen müssen.
Steffi und ich waren am Bodensee unterwegs, als sich ein Buchfink keinen Meter vor mich setzte und einfach blieb, ohne Angst zu haben. Er schaute mich an, ich schaute zurück und wir beide spürten die tiefe Verbindung. In mir wurde es direkt ganz still wie nach einem langen Ausatmen in der Meditation. Wilde Vögel tun das normal nicht.
Vielleicht kennst du den kleinen Reflex, der jetzt kommt. Man nennt so etwas schnell Zufall und geht weiter. Der Tag ist voll, der Kopf ist laut und für das Leise ist selten Platz. Genau diesen Reflex möchte ich heute mit dir anschauen, denn dahinter liegt etwas, das dir schon immer gehört.
Ich glaube nicht an Zufall. Es gab Jahre, in denen ich das anders sah, in denen solche Momente still an mir vorbeizogen, weil ich funktioniert habe wie alle.
Die alten Völker haben nicht in einer Welt voller Zufälle gelebt. Sie haben die Natur gelesen wie einen Brief, der an sie gerichtet war. Ein Vogel, der sich zu dir setzte, war für sie eine Nachricht, kein Nichts, wie wir heute annehmen. Wir haben uns das ungewollt abgewöhnt. Alles, was sich nicht sofort erklären lässt, legen wir unter dem Wort Zufall ab und hören auf, es zu bemerken.
Das ist die eigentliche Nachricht dieses Briefes. Diese Fähigkeit ist nicht verschwunden, sie ist nur leise geworden. Sie wacht wieder auf, sobald du anfängst hinzuschauen. Der Buchfink erinnert an genau das, an deine eigene Stimme, an den Mut, deine Melodie wieder hörbar zu singen, weil sie erst klingt, wenn du sie wirklich singst.
Früher hörte niemand so einen Ruf allein. Die Kelten, die Germanen, sie saßen am selben Feuer und erzählten sich, was ihnen am Tag begegnet war, ohne dass einer den anderen für verrückt erklärte. Dieses Feuer gibt es noch, der Theequest Stamm. Es ist der Grund, warum ich dir schreibe, denn heimzukommen zu dem, was du im Innersten längst bist, geht leichter, wenn ein Stamm mitgeht.
Erzähl mir, welches Tier dir in letzter Zeit immer wieder begegnet. Antworte einfach auf diese Mail, ich lese jede.
Nächsten Samstag schreibe ich dir wieder, mit frischen Gedanken und dem, was mir bis dahin begegnet ist.
Bis zum nächsten Heimweg.
Thomas · Theequest
Manchmal lese ich deine Botschaft an einem unruhigen Tag und habe danach das Gefühl, etwas in mir hat sich neu sortiert, ohne dass ich genau sagen könnte was.
An den Tagen, an denen mir die Welt zu viel ist, erinnert mich deine Botschaft daran, dass ich mit meinen Fragen nicht allein bin.
Selten habe ich einen Newsletter gelesen, der einfach gibt, ohne irgendetwas zu wollen. Bei dir fühlt es sich tatsächlich nach einem Geschenk an.
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Ich bin Thomas, Mentor und Schamane. Ich arbeite mit Menschen, die an einer Schwelle stehen, an der das Alte nicht mehr trägt und das Neue noch nicht ganz da ist.
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