Über mich

Ich kenne den Weg der Rückkehr. Weil ich ihn selbst gegangen bin.

Ich bin Thomas, Mentor und Schamane. Was mich trägt, ist der Moment, in dem ein Mensch wieder bei sich ankommt. Gemeinsam mit Steffi, Mentorin und meiner Schamanen-Gefährtin, gestalten wir Retreats am Bodensee, im ganzen DACH-Raum.

Thomas Roth in Versammlung
Ich ging dorthin, wo es entstanden ist, an die Wurzel. Dort hat es sich endlich gelöst.
Markus · Nach sechs Monaten Begleitung
Wie ich heute arbeite

Was passiert, wenn jemand zu mir kommt.

Ich höre seit jeher das, was unter den Worten liegt. Bilder, die plötzlich da sind. Körperreaktionen, die oft mehr sagen als der Satz selbst. Brüche in der Stimme, Schutzmuster, die ein Mensch in sich noch nicht sieht. All das, was nicht ausgesprochen wird, weil es noch keine Worte hat. Ich nehme wahr, was sich in einem Menschen bewegt, oft bevor er es selbst greifen kann. Genau dort beginnt die Arbeit.

Eine Erfahrung hat erst dann wirklich Kraft, wenn sie im Leben weiterwirkt. In einer Entscheidung, die du plötzlich klar treffen kannst. In einer Grenze, die nicht mehr verhandelbar ist. In einer Beziehung, die wahrer wird. In einem Leben, das sich insgesamt ehrlicher anfühlt als noch wenige Wochen zuvor.

Was mich selbst trägt, ist die tägliche Praxis. Mindestens dreißig Minuten am Tag in der Natur, in gehaltener Stille, im bewussten Atem, in schamanischen Übungen, die ich seit Jahren pflege. Diese Praxis erfüllt mich, sie hält mich in mir selbst. Es ist die Disziplin, die mich tragen lässt, was ich in meiner Arbeit halte.

Meine Mitte entsteht nicht dadurch, dass alles um mich herum ruhig ist. Sie entsteht dadurch, dass ich auch unter Druck bei mir bleibe.
Wie alles begann

Eine Nacht in der Eifel.

Die Geschichte beginnt nicht mit einem Konzept. Sie beginnt in einer Nacht in der Eifel, vor fast dreißig Jahren, als ich siebzehn war und Freunde aus verschiedenen Ecken zum Zelten zusammengebracht hatte. Ich hatte einen Ort am Waldrand gefunden, alles vorbereitet, damit jeder einfach ankommen konnte. Wir saßen am Feuer, ausgelassen, fröhlich, frei. In mir war eine Erfüllung, die nichts von mir forderte. Ich war glücklich.

Mein bester Freund schaute mich an und sagte einen Satz, den ich erst Jahre später verstehen sollte. Thomas, ich weiß nicht, wie du das jedes Mal hinbekommst, dass alle gleichzeitig Zeit haben. Du bist einfach irre. Er lachte aus tiefstem Herzen.

Was er nicht ausgesprochen hat, weiß ich heute. Ich war jemand, der vorangeht, der Räume hält, der Menschen so zusammenbringt, dass sie sich selbst näherkommen.

Heute, fast dreißig Jahre später, erzählen mir manche dieser Freunde immer noch von diesen Abenden, mit einem Lächeln, als wäre alles eben erst gewesen.

Ich war jemand, der Räume hält. Lange bevor ich verstand, was das ist.
Was ich von Anfang an sah

Ein Kind, das mehr wahrnahm, als gefragt war.

Ich bin in eine Welt geboren worden, die Leistung erwartete. In eine Familie, in der Erwachsene wussten, wie ich zu leben hatte. In eine Schule, die mir sagte, ich sei unmöglich, ein Kind, das nicht hört. Diese Sätze haben mich durch die ganze Kindheit begleitet. Dass ich die harten Einflüsse verdient hätte, weil ich nicht tat, was von mir verlangt wurde. Ich habe sie lange in mir getragen. Erst spät habe ich verstanden, dass nicht ich es war, der nicht passte. Es war eine Welt, die nicht hingehört hat, was in mir lebte.

Was die Erwachsenen nicht sahen, sah ich seit jeher. Stimmungen, die in mir ankamen, bevor sie ausgesprochen wurden. Brüche, die ein Mensch in sich selbst noch nicht greifen konnte. Worte unter den Worten, die für mich oft lauter waren als das, was tatsächlich gesagt wurde. In der Natur fand ich den Frieden, den ich draußen vermisste. Einen Ort, an dem das Leben mich annahm, so wie ich war.

Mit siebzehn habe ich angefangen, Psychologie-Bücher zu lesen. Persönlichkeitsentwicklung in allen Richtungen, die ich finden konnte. Ich wollte verstehen, warum so viele Menschen wie Schlafwandler durch ihr Leben gehen, gefangen in einer Welt, die sie nicht selbst gewählt haben.

Was ich heute Schamanismus nenne, war damals einfach das, was in mir lebte. Eine Verbindung zum Leben, die nie verloren gegangen ist. Eine Ahnung, dass ich in eine Welt geboren wurde, in der ich etwas zu tragen habe. Schamanismus ist kein fremdes Konzept, wir haben nur verlernt, was er bedeutet.

Ich war einsam in dem, was ich sah.
Schwarzwald · die Natur, die mich trug
Die Schwelle

Wo das Alte nicht mehr getragen hat.

Mein Leben hatte Brüche. Schwere Erfahrungen. Phasen, in denen außen vieles weiterlief und innen schon längst klar war, dass so vieles nicht stimmte. Ich kenne den Punkt, an dem das Alte nicht mehr trägt. Nicht weil äußerlich alles zusammenbricht. Manchmal funktionierst du weiter. Du erfüllst die Rollen, die das Leben dir gegeben hat. Du hältst durch, auch wenn längst etwas in dir spricht, dass es so nicht weitergehen kann.

Bei mir war es der Ruf nach Echtheit. Ich wollte nicht mehr funktionieren, ich wollte ein Leben, das von innen stimmt. Was mich aus dieser Schwelle herausgeführt hat, war kein schneller Trick. Es war Gegenwart, immer wieder. Es war die Bereitschaft, Klarheit im eigenen Körper zu leben statt nur darüber zu reden.

Wer mich geformt hat

Mein Weg, in seinen echten Stationen.

Ich bin früh aus dem Schulsystem in die Welt gegangen. Zuerst in die Technik, weil mir Struktur und das Verstehen von Systemen lag. Dann in die Spitzen-Gastronomie, mehrere Jahre als Gourmetkoch in Häusern, in denen jede Sekunde zählt. Dort habe ich gelernt, was Präsenz unter Druck wirklich heißt.

Nach der Gastronomie kam der Betriebswirt, dann das Projektmanagement und das Qualitätsmanagement in größerer Verantwortung. Parallel die Ausbildung zum Outdoor-Teamtrainer und Jahre in der Erwachsenenbildung, mit Menschen, die in echten Verantwortungsrollen standen. Dort habe ich tief verstanden, dass Veränderung niemals nur im Kopf passiert. Sie passiert im Körper, in der Begegnung, im Tun.

Erst Jahre später bin ich auf die Universität gegangen, um den Mediator, Coach und Trainer abzuschließen. Titel waren mir nicht wichtig. Mich interessierte das Handwerk. Wie Erkenntnis in klare Schritte übersetzt wird, wie ich höre statt urteile, wie ich tief arbeiten kann, ohne mich dabei selbst zu verlieren.

Innen lief eine zweite Spur, schon lange bevor sie sichtbar wurde. Mit siebzehn bin ich auf den Schamanismus zugegangen, lange bevor ich seinen Weg verstand. Ich habe mich entschieden, mich auf den schamanischen Weg ausbilden zu lassen, jahrelang. Etwas in mir wusste sofort, dass dort die Antwort auf die Wahrnehmung liegt, die ich seit Kindertagen in mir trage.

Daraus ist kein Methodenmix entstanden. Es ist eine gewachsene Art zu arbeiten. Ich sehe Muster, dort wo andere noch Beschreibungen hören. Ich höre zwischen den Worten.

Es verändert sich gerade so viel in einer Leichtigkeit, von der ich vorher nicht mal wusste, dass sie möglich ist.
Silvia · Nach dem Schwellenretreat
Theequest Universum

Wir tragen das Werk gemeinsam.

Theequest ist ein Stamm, der mit jedem, der dazukommt, wächst. Reisende aus allen Richtungen kommen zu uns, um wieder Orientierung zu finden, ihre Spuren in ihrem Leben aufzunehmen, ihrem eigenen Wahrfährten-Kompass zu folgen. Manche bleiben eine kurze Zeit, manche länger, manche ein Leben lang, und jeder, der zu Theequest und damit zu sich findet, gestaltet seinen Weg und den Weg unseres Stammes mit, aktiv oder still. Wer hier seinen eigenen Weg gefunden hat und den Weg als Begleiter gewählt hat, kann ebenfalls anderen zeigen, wie sie ihren eigenen Weg gehen. So entsteht etwas, das größer ist als das, was ein Einzelner bewegen kann, denn jeder von uns hat es verdient, sein wahres Leben zu leben.

Steffi Hengstler und ich führen Theequest aus ganzem Herzen gemeinsam. Sie ist meine Schamanen-Gefährtin, eng an meiner Seite, und hält in Retreats den Raum, in dem Frauen und Männer wachsen und sich erinnern an das, wer sie wirklich sind. Ich bringe die schamanische Tiefe, das Mentoring und das Auflösen alter Muster mit. Wir sind ein Team, jeder mit der eigenen Kraft, die der andere ergänzt. Gemeinsam lassen wir einen Raum entstehen, der größer trägt als Einzelarbeit allein es könnte, einen Ort, an dem moderne Spiritualität, Natur, innere Wahrheit und gelebte Umsetzung selbstverständlich zusammenkommen.

Steffi Hengstler, Mentorin und Schamanen-Gefährtin im Theequest-Stamm

In der Natur, mit der Natur, durch die Natur.

Was möglich wird, wenn du losgehst.

Vielleicht erkennst du etwas in dem, was hier steht. Vielleicht spürst du, dass etwas in dir bereit ist, einen ehrlicheren Weg zu gehen. Mein Werk ist für Menschen, die ihr Verstehen in den eigenen Alltag tragen wollen. Wenn das du bist, finden wir den nächsten Schritt zusammen.

Wenn etwas in dir berührt wurde.

Du hast gerade einen Teil meines Weges gelesen. Wenn etwas in dir spricht, gibt es drei Wege, weiterzugehen. Wähle den, der sich gerade richtig anfühlt.